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Gabriele von Arnim "Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht"


Zuversichtlich sein, das ist vertrauensvoll in die Zukunft blicken … zuversichtlich zu sein, das hat ganz viel mit einem Trotzdem und das hat nichts mit Naivität zu tun. Das heißt nicht Schönmalerei, das heißt nicht Blindgehen. Die schlimmen Dinge sehen, um die schlimmen Dinge wissen, und trotzdem –

 

Stellt euch vor, die Welt würde aufhören, Kinder zu bekommen. Zuversicht ist unabdingbar an die nächste Generation gebunden, an die Kinder und die Kindeskinder. Welch emotionale Last wir ihnen mitgeben! - und doch welch Zuversicht!

Gabriele von Arnim "Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht"
Gabriele von Arnim "Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht"

Ja, sie ist eine Kunst. Die Kunst der Zuversicht. Immer flankiert und getrieben von ihren Verwandten Hoffnung, Vertrauen, Glauben, Sanftmut. Und immer mit der Angst im Nacken kämpfend.

 

Gabriele von Arnim kann dies viel besser und tiefgründiger beleuchten - auf nur 76 Seiten, dicht an dicht gespickt und beladen mit ihren Gedanken, mit Recherchiertem, mit aktuellen Bezügen, Literaturempfehlungen und mit Raum für andere Meinungen. In essayhaften Briefen, gerichtet an die kommenden Generationen, an die Enkel, schreibt sie mit Herz und Verstand und trifft mich genau dort.

 

 „… unsere Neigung, das Schlechte aufmerksamer wahrzunehmen als das Gute…“ (S. 28 - von Arnim zitiert den schwedischen Arzt Hans Rosling) / „… sich vom Korsett der Angst befreien…“ (S. 31) / „Zuversicht kann man üben, Zuversicht muss man üben.“ (S. 35) / „Ist Zuversicht Verteidigung gegen die Angst?“ (S. 45) / „… negative Gedankenströme in den Fluss der handelnden Zuversicht einmünden [zu] lassen. (S. 54) 

 

Stets zuversichtlich empfehle ich aus hundertprozentig großmütterlicher Überzeugung 😉

 

Ebenso überzeugend von Gabriele von Arnim: „Das Leben ist ein vorübergehender Zustand“.


Gabriele von Arnim, Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht, Kjona Verlag GmbH, 3. Auflage 2024, 76 Seiten, ISBN 978 3 910372 25 2

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