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Sybil Volks "Café Finito"


Ein Friedhof als Hauptakteur...

 

Sybil Volks spinnt ihre Geschichten und Figuren rund um den Doro, den Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin. Hier arbeitet und fungiert Kristof Fährer als Verwalter, als Totengräber, als Betreiber des „Café Finito“ und als Moderator der jährlichen Abschiedsgruppe, in der Trauernde zusammenkommen, sich austauschen, reden, loslassen können.    


„Der Tod naher Menschen war kein Liebeskummer oder Karriereknick, aus dem man mit etwas Glück und Robustheit gestärkt hervorging.“ (S. 200)

Sybil Volks "Café Finito"
Sybil Volks "Café Finito"

„Lost & found“: Jede und jeder in der Abschiedsgruppe hat jemanden ‚verloren‘ und jede/r findet sich hier selbst und ihre/seine Verbindung zu den Verlorenen und zum Leben wieder, paradoxerweise über deren Tod. Ein Fundbüro des Sterbens, des Abschiednehmens, der Trauer in allen gleichberechtigten Varianten -

 

… in memory of and in love with Malou, Carla, Yvonne, Ferdinand, Lizzie Besonders in den Einzelschicksalen erzählt Sybil Volks warm und überzeugend nahbar, mehr davon hätte ich mir gewünscht.

 

Und der Doro mit seiner naturnahen und geschichtsträchtigen Szenerie läuft der Abschiedsgruppe den Rang ab. Ein Friedhof entwickelt sich zum unerwartet sanften und lebendigen Gegenstück und zum relativierenden Schmeichler des Verlusts - mit seinem parkähnlichen Gelände, in seiner jahrhundertealten Beständigkeit, mit seinen prominenten (Seite an Seite mit den weniger prominenten) Toten und deren Anekdoten fordert er zum Erinnern auf.

 

Ja, ein Buch über das Sterben, über den Tod, über das Abschiednehmen und das Trauern. Aber auch eines über das Fest des Lebens, der Liebe und der Freundschaft, wobei auch die Musik keine unwesentliche Rolle spielt (und wofür es immer einen Pluspunkt 😊 gibt).

 

Klare Leseempfehlung, nicht nur für Berliner und Berlinerinnen!

 

Vielen Dank an den Verlag C. Bertelsmann für das Leseexemplar.


Sybil Volks lebt als Schriftstellerin in Berlin. Ihr zweiter Roman "Torstraße 1" über das Kaufhaus Jonass und dessen wechselvolle Geschichte wurde 2022 unter dem Titel "Das Haus der Träume" verfilmt. Es folgten der SPIEGEL-Bestseller "Wintergäste" und "Die Glücksreisenden", zwei zeitlos-intensive Familienromane auf einer fiktiven Nordseeinsel. In ihrem neuen Roman "Café Finito" wird ausgerechnet ein Friedhof zu einem quicklebendigen Ort. Eine Neuausgabe des Bestsellers "Torstraße 1" erscheint zeitgleich mit Sybil Volks' neuem Roman.


Sybil Volks, Café Finito, Roman, C. Bertelsmann Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, 1. Auflage, München 2025, 331 Seiten, ISBN 978 3 570 10540 5

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